Grenzpunkte im Rems-Murr-Kreis: Wo präzise Grenzen unerhört fehlen!

Im Rems-Murr-Kreis sind über 60% der Grenzpunkte ungenau. Dies betrifft Bauanträge und Grundsteuer. Digitalisierung wird vorangetrieben.

Im Rems-Murr-Kreis sind über 60% der Grenzpunkte ungenau. Dies betrifft Bauanträge und Grundsteuer. Digitalisierung wird vorangetrieben.
Im Rems-Murr-Kreis sind über 60% der Grenzpunkte ungenau. Dies betrifft Bauanträge und Grundsteuer. Digitalisierung wird vorangetrieben.

Grenzpunkte im Rems-Murr-Kreis: Wo präzise Grenzen unerhört fehlen!

Im Rems-Murr-Kreis gibt es ein gewichtiges Problem: Rund 62 Prozent aller Grenzpunkte in der Region sind ungenau. Dieses Thema sorgt für Unmut, besonders bei Anwohnern wie Eberhard und Beatrice Meßmer aus Schwaikheim, die die Situation als alarmierend empfinden. Ungenaue Grenzpunkte spielen eine entscheidende Rolle bei Baugesuchen, Grundstücksteilungen und der Festlegung der Grundsteuer. Sie werfen ein Schlaglicht auf den Digitalisierungsrückstand in Deutschland, der auch in vielen anderen Bereichen sichtbar ist. ZVW berichtet, dass dieser Rückstand die Planung und Entwicklung im Rems-Murr-Kreis erheblich belastet.

Doch wie geht es weiter? Eine gute Nachricht gibt es aus dem Landratsamt: Der Rems-Murr-Kreis investiert in Digitalisierung, vor allem im Bildungsbereich. Im Kreismedienzentrum wird das „Mobile Device Management“ für Schulen betreut, und fast 15.000 Tablets werden hier verwaltet. Das Ziel ist klar: Die mediale und technische Kompetenz aller Bevölkerungsschichten fördern. Ein neues Projekt namens „Digitalisierung erlebbar machen“ bietet den Bürgern und Schulen die Möglichkeit, digitale Technologien hautnah zu erleben. Workshops und Themenwochen laden dazu ein, sich kreativ mit Technologien auseinanderzusetzen und somit auch ältere Generationen anzusprechen. Staatssekretärin Sandra Boser betont, wie wichtig kreative Orte für digitales Lernen sind. Rems-Murr-Kreis ist hier vorne mit dabei.

Digitalisierung in der Baubranche

Neben der Bildung ist auch die Baubranche betroffen von den Herausforderungen der Digitalisierung. Eine Studie des Fraunhofer IESE zeigt, dass es im Bereich Infrastrukturmaßnahmen noch großen Nachholbedarf gibt. Zwar wurden Technologien wie 4D-Modellierungssoftware eingesetzt, doch die akuten Probleme bleiben bestehen: Schwierigkeiten beim Datenaustausch, personelle Engpässe und hohe Softwareanschaffungskosten sind nur einige der Hürden, die es zu überwinden gilt.

Das Konsortialprojekt „Digital Construction Management“ (DiCoMa) hat sich diesen Herausforderungen angenommen und Erkenntnisse über den aktuellen Stand der Digitalisierung gewonnen. Interviewte Vertreter der Baubranche betonen, dass die Effizienz durch optimierte Prozesse und direkte Kommunikation steigen könnte, wenn man diese Hindernisse überwinden kann. Es bleibt also spannend, wie sich die Digitalisierung der Baubranche entwickeln wird und welche Unterstützung durch die Politik kommen könnte. Fraunhofer IESE hebt hervor, dass es an der Zeit ist, die Weichen richtig zu stellen.

Die Lage im Rems-Murr-Kreis zeigt deutlich, wie notwendig es ist, den digitalen Aufholprozess zu beschleunigen. Damit können nicht nur die bestehenden Probleme mit den Grenzpunkten gelöst werden, sondern auch ein zukunftsfähiger Rahmen für Bildung und Baukultur geschaffen werden. Der Ball liegt nun bei den Verantwortlichen – und die Bürger dürfen gespannt sein, wie die nächsten Schritte aussehen werden.