Familien-Duell im Ostalb-Derby: Vater trifft Sohn auf dem Platz!

VfR Aalen trifft im Ostalb-Derby auf Normannia Gmünd. Trainer Beniamino Molinari spielt gegen seinen Sohn Nico.

VfR Aalen trifft im Ostalb-Derby auf Normannia Gmünd. Trainer Beniamino Molinari spielt gegen seinen Sohn Nico.
VfR Aalen trifft im Ostalb-Derby auf Normannia Gmünd. Trainer Beniamino Molinari spielt gegen seinen Sohn Nico.

Familien-Duell im Ostalb-Derby: Vater trifft Sohn auf dem Platz!

Ein spannendes Duell stand gestern Abend im WWG-Sportpark auf dem Programm: Der VfR Aalen traf auf den 1. FC Normannia Gmünd. Was dieses Spiel besonders machte? Es war das erste Aufeinandertreffen zwischen Beniamino Molinari, dem Cheftrainer von Aalen, und seinem Sohn Nico Molinari, der als Offensivkraft für Gmünd auf dem Feld steht. Der 20-Jährige hat sich bereits als Leistungsträger bei Gmünd etabliert und sprach vor dem Spiel davon, dass Aalen der Favorit ist, während sein Team sich als Underdog sieht, ganz nach dem Motto: „In einem Derby zählt keine Tabelle“ – eine Aussage, die auch Vater Beniamino unterstützte.

Der VfR Aalen ging in die Partie mit einem soliden Saisonstart: Nach drei Siegen und einem Unentschieden belegte die Mannschaft mit zehn Punkten den dritten Platz und hat eine beeindruckende Torbilanz von 8:1. Bester Torschütze ist Neuzugang Dean Melo, der bereits vier Treffer erzielt hat. Im Kontrast dazu stand Gmünd mit einem Sieg und einem Remis auf Platz acht, dementsprechend war der Druck hoch. Die Vorzeichen schienen klar, doch der Fußball hält oft Überraschungen bereit. Und tatsächlich legte Gmünd zunächst gut los: Marvin Gnaase erzielte in der ersten Halbzeit die Führung für die Gäste.

Der Spielverlauf und die Wende

Nach der Pause drehte der VfR jedoch auf. Trainer Petar Kosturkov sah den verdienten Sieg seiner Mannschaft und auch die Gmünder Spieler mussten einräumen, dass die Aalener deutlich mehr Torchancen hatten. Nach dem Ausgleich schlugen die Aalener mit einem klaren 3:1 zurück, was den Gmündern die Stimmung und die Kraft nahm. Hinter diesem Erfolg stand auch ein starker Teamgeist, der trotz vieler neuer Spieler im VfR-Kader bemerkenswert war. Schlussmann Andreas Wick hob hervor, dass die vielen Chancen seiner Mannschaft siegen mussten, und das Wetter an diesem Abend positiv zur Stimmung beigetragen hat.

Das Derby lockte etwa 800 Zuschauer an und bot über die gesamte Spieldauer viel Spannung. Gmünds Kapitän Yannick Ellermann lobte zwar die Abwehrleistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit, wusste aber auch, dass die Aalener mehr Druck ausübten und unterstrich die Notwendigkeit, aus den gewonnenen Erfahrungen zu lernen. Zlatko Blaskic, der Trainer von Gmünd, stellte fest, dass der Sieg für Aalen absolut verdient war.

Nach dem Spiel und Blick in die Zukunft

Nach dem Abpfiff wurde es im familiären Rahmen humorvoll: Es wurden Sprüche ausgetauscht, die zwar auf die sportliche Rivalität anspielten, aber letztlich zeigten, dass solche Duelle auch eine Gelegenheit sind, als Familie zusammenzukommen. Soviel zum Thema Derby, das manchmal mehr Emotionen als nur fußballerische Höhen oder Tiefen bringt.

Nicos Vertrag bei Gmünd läuft am Ende der Saison aus, doch der junge Spieler hat seinen Fokus klar auf die laufende Saison gerichtet. Beniamino Molinari ist währenddessen damit beschäftigt, die hohen Erwartungen bei Aalen zu erfüllen, wo das Ziel, in die Regionalliga zurückzukehren, auf der Agenda steht. Auch Luca Molinari, der bereits Einsatzzeiten bei der SG Sonnenhof Großaspach hat, vermeldet, dass er sich dort wohlfühlt und ebenfalls seinen Weg geht.