Heidelberg Materials: Vorreiter der klimaneutralen Zementproduktion!

Heidelberg Materials führt erfolgreich CO₂-Abscheidung in Norwegen durch und setzt neue Standards in der klimaneutralen Zementproduktion.

Heidelberg Materials führt erfolgreich CO₂-Abscheidung in Norwegen durch und setzt neue Standards in der klimaneutralen Zementproduktion.
Heidelberg Materials führt erfolgreich CO₂-Abscheidung in Norwegen durch und setzt neue Standards in der klimaneutralen Zementproduktion.

Heidelberg Materials: Vorreiter der klimaneutralen Zementproduktion!

Heidelberg Materials, ein Schwergewicht in der Zementindustrie, hat sich als Vorreiter in der klimaneutralen Zementproduktion positioniert. Mit großem Erfolg wurde nun die industrielle CO₂-Abscheidung und -Speicherung in Norwegen umgesetzt. Die erste Schiffsladung CO₂ wurde erfolgreich 2.600 Meter unter dem Meeresboden verpresst. Dabei arbeitet das Unternehmen in einer bedeutenden Partnerschaft mit Shell und Equinor, um die Carbon-Capture-Technologie zu demonstrieren. Wie boerse-express.com berichtet, stellt Heidelberg Materials den ersten Zementhersteller mit einer funktionierenden CCS-Lieferkette dar.

Die Vorteile eines eigenen Systems zur CO₂-Lagerung sind für das Unternehmen klar: Es bietet eine regulatorische Absicherung gegen steigende CO₂-Preise, was für institutional Investors mit strengen Nachhaltigkeitskriterien attraktiver ist. Obwohl die deutsche Wirtschaft einige Schwächezeichen zeigt und die Baunachfrage ins Stocken geraten ist, deuten leicht steigende Baugenehmigungen auf ein Erholungspotenzial hin. Der Aktienkurs des Unternehmens liegt aktuell bei rund 205 Euro, nur knapp unter dem Jahreshoch von 211 Euro, und hat beeindruckende 117 Prozent seit September 2024 zugelegt. Die nächsten Quartalszahlen könnten dann entscheidend sein, insbesondere in Bezug auf die Marktakzeptanz des grünen Zements und seine Margen.

Innovative Projekte in Europa

Heidelberg Materials geht jedoch über die Grenzen Norwegens hinaus. In Bulgarien wird das erste Projekt in Osteuropa zur vollständigen CCUS-Wertschöpfungskette umgesetzt. Im Zementwerk Devnya wird CO₂ in Offshore-Lagerstätten im Schwarzen Meer gespeichert, unterstützt durch Petroceltic und den EU-Innovationsfonds. Auch in Deutschland: das GeZero-Projekt in Geseke, welches eine Transportlösung zur Pipeline-Infrastruktur abbildet und 2029 in Betrieb genommen werden soll.

Und das ist noch nicht alles! In Slite, Schweden, ist ein vollständig dekarbonisiertes Zementwerk bis 2030 im Plan, das jährlich bis zu 1,8 Millionen Tonnen CO₂ abfangen kann. Diese Entwicklungen zeigen eindrucksvoll, wie Heidelberg Materials sich auf die Zukunft vorbereitet. Ein anderes Highlight ist das hybride CO₂-Abscheidesystem im Zementwerk in Antoing, Belgien, das nach der Inbetriebnahme die CO₂-Emissionen um mehr als 97 % reduzieren soll.

Globale Ambitionen

Selbst außerhalb Europas hat das Unternehmen große Pläne. In Indiana, USA, wird ein Projekt zur Abscheidung von 95 % der CO₂-Emissionen aus einer modernisierten Produktionsanlage verfolgt. Und wie in heidelbergmaterials.com beschrieben, zielt Rezzato, Italien, darauf ab, Netto-Null-Zement durch CO₂-Abscheidung zu produzieren, während Marokko in einem Forschungsprojekt die Nutzung von CO₂ für die Mikroalgenzucht untersucht. Das Engagement von Heidelberg Materials für Nachhaltigkeit ist somit nicht nur lokal, sondern auch international ein großes Thema.

Mit all diesen Initiativen zeigt Heidelberg Materials, dass sie ein gutes Händchen für moderne Herausforderungen haben und bereit sind, im Kampf gegen den Klimawandel an die Front zu gehen. Ob sich der technologische Vorsprung endgültig in nachhaltigen Gewinnen niederschlägt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Welt wird gespannt auf die nächsten Schritte warten.