Esslingen feiert Schwörtag: Zukunftsvision und Mut für Veränderungen!

Esslingen feiert Schwörtag: Zukunftsvision und Mut für Veränderungen!
Am Schwörtag in Esslingen stand die bedeutende Tradition der Stadt im Mittelpunkt. Oberbürgermeister Matthias Klopfer eröffnete die Veranstaltung und sprach über die essentielle Rolle der Schwörtradition für ein offenes Miteinander. „Esslingen muss eine Stadt für alle bleiben“, forderte er und wies Kritik an der Innenstadt zurück. Dennoch kündigte Klopfer positive Entwicklungen an: So wird das Karstadt-Areal revitalisiert und die Förderung von Künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit der Hochschule steht auf der Agenda. Auch die Geduld der Stadtgesellschaft in Bezug auf die Diskussionen zur Stadtbibliothek bat er um Verständnis.
Ein weiterer zentraler Punkt der Veranstaltung war die Rede von Andreas Huber, dem Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome. Huber betonte die Notwendigkeit von Mut, Weitsicht und Neugier sowie die Grenzen des Wachstums. „Esslingen kann die Welt nicht retten“, so Huber, „aber wir können als Vorbild agieren.“ Besonders deutlich kritisierte er die Politik für das Anbieten von scheinbaren Lösungen und forderte grundlegende Veränderungen. Diese Ansprüche und Lösungen stehen auch im Kontext der aktuellen Studie des Club of Rome, die drastische Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft verlangt, um einen Zusammenbruch ganzer Weltregionen zu vermeiden, wie [Tagesschau] berichtet.
Nachhaltigkeit und Verantwortung
Die zentralen Themen der Studie, die am 30. August 2022 veröffentlicht wurde, zeigen deutlich auf, dass die Menschheit am Scheideweg steht. Jorgen Randers, einer der Autoren, hebt hervor, dass es notwendig sei, Umverteilung des Reichtums als Schlüssel zur Bewältigung der Klimakrise zu betrachten. „Ohne außergewöhnliche Maßnahmen drohen dysfunktionale Gesellschaften“, mahnte Huber und stützte sich damit auf die Studie, die auch fünf zentrale „Kehrtwenden“ vorschlägt, darunter die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit sowie den Ausbau erneuerbarer Energien.
Darüber hinaus wurde erneut auf die Dringlichkeit hingewiesen, die Treibhausgasemissionen alle zehn Jahre zu halbieren, während gleichzeitig eine höhere Besteuerung der reichsten Menschen gefordert wird, um die Transformation zu finanzieren. Dies deckt sich mit den Zielen des neuen Konzepts „Earth4All“, das zusammen mit dem Wuppertal-Institut präsentierte Vorschläge zur Krisenbewältigung vorstellt, wie das [ZDF] berichtet hat.
Klopfer bekräftigte mit Blick auf die politischen Entwicklungen auch seinen Wunsch nach Frieden und begrüßte Gäste aus der Ukraine sowie Polen. „Wir müssen ein zusammenhaltendes Miteinander zeigen, um die Herausforderungen zu meistern“, fügte er hinzu, während Carmen Tittel, die Fraktionschefin der Grünen, den Schwur ablegte, stets zum Besten der Stadt zu handeln. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahm die Esslinger Stadtkapelle und verlieh dem Tag somit einen feierlichen Rahmen.
Die Aussagen und Ideen, die beim Schwörtag in Esslingen präsentiert wurden, zeichnen ein Bild eines gesellschaftlichen und ökologischen Wandels, der unverzichtbar ist, um nicht nur die Stadt zu erhalten, sondern auch um global Verantwortung zu übernehmen. Die Appelle an alle Bürger:innen, aktiv zu werden, sind bemerkenswert und zeigen, dass die Ziele, die Steigerung der Lebensqualität und die Bekämpfung des Klimawandels Hand in Hand gehen müssen.