Bundespolizei stoppt türkischen Einreisenden am Grenzübergang Weil am Rhein

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Ein 20-Jähriger wurde am Grenzübergang Weil am Rhein aufgegriffen, nachdem ihm die Einreise nach Deutschland verwehrt wurde.

Ein 20-Jähriger wurde am Grenzübergang Weil am Rhein aufgegriffen, nachdem ihm die Einreise nach Deutschland verwehrt wurde.
Ein 20-Jähriger wurde am Grenzübergang Weil am Rhein aufgegriffen, nachdem ihm die Einreise nach Deutschland verwehrt wurde.

Bundespolizei stoppt türkischen Einreisenden am Grenzübergang Weil am Rhein

Am Grenzübergang Weil am Rhein-Friedlingen kam es heute zu einem aufsehenerregenden Vorfall. Ein 20-jähriger türkischer Staatsangehöriger versuchte, zu Fuß von der Schweiz nach Deutschland einzureisen. Allerdings hatte der junge Mann offenbar nicht mit den strengen Kontrollen der Bundespolizei gerechnet. Diese nahm ihn auf, nachdem sie bei einer Routineüberprüfung eine Fahndungsnotierung gegen ihn entdeckte, die besagt, dass seinem Übertritt die Einreise nicht gestattet werden darf. Der Mann, dessen Asylantrag zuvor abgelehnt wurde, war untertaucht und daher zur Fahndung ausgeschrieben. Schließlich leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz ein und wies ihn in die Schweiz zurück.

Dieser Vorfall ist nur einer von vielen, die im Rahmen der seit September 2024 systematisch durchgeführten Grenzkontrollen auftreten. Diese wurden eingeführt, um die irreguläre Migration einzuschränken. Laut Tagesschau wurden in den vergangenen 140 Tagen über 22.243 unerlaubte Einreisen registriert, während 13.786 Personen ohne Papiere abgewiesen oder zurückgeschoben wurden. In der gleichen Zeit spannten sich auch die Fäden um Schleuserkriminalität: 518 Schleuser konnten dingfest gemacht werden, was die Dimension des Problems sichtbar macht.

Kriminalitätsbekämpfung im Fokus

Die Bundespolizei berichtet von insgesamt 365.891 unerlaubten Einreisen seit 2021. Besonders auffällig sind die häufigsten Herkunftsländer der abgewiesenen Personen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 wurden die meisten Rückweisungen von Bürgern aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan registriert, wie Zeit beschreibt. Bisher wurden 1.195 Schleuser im Zusammenhang mit illegalen Einreisen festgenommen, und die Zahl der entdeckten offenen Haftbefehle macht die Herausforderung, die den Sicherheitsbehörden gegenübersteht, deutlich.

Die Kontrollen an den deutschen Landgrenzen, zu denen auch die Schweiz, Polen und Österreich gehören, wurden aufgrund irregulärer Migration und Sicherheitsüberlegungen implementiert. Ein weiterer Aspekt ist, dass an den Grenzen zu Dänemark, den Niederlanden und Belgien seit Mitte September 2023 stationäre Kontrollen durchgeführt werden, während die bereits bestehenden Kontrollen an der Grenze zu Frankreich vor allem durch die bevorstehenden Olympischen Spiele in Paris notwendig wurden. Diese Maßnahmen verdeutlichen die Bemühungen der Bundesregierung, die Migration besser zu steuern und somit auch die Sicherheit im Land zu erhöhen.

Statistik im Rückblick

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie dringlich diese Kontrollen jedoch waren. Im Januar 2025 wurden nur 5.147 unerlaubte Einreisen gemeldet, was im Vergleich zu den Vorjahren einen Rückgang darstellt. Zum Beispiel lag die Zahl im Januar 2024 bei 6.906 und im Januar 2023 sogar bei 7.588. Diese sinkenden Zahlen können als Erfolg der genannten Maßnahmen gewertet werden, auch wenn die Herausforderungen im Bereich der Migration und Integration nach wie vor komplex und vielschichtig bleiben.

Mit jedem neuen Vorfall wird deutlich, dass die Themen Migration und Sicherheit in Deutschland eng miteinander verknüpft sind. Ob beim Versuch eines jungen Mannes, illegal über die Grenze zu gelangen, oder der Festnahme von Schleusern – die Bundespolizei bleibt gefordert, um auch künftig für Sicherheit im Land zu sorgen.