Ulm im Ausnahmezustand: Verbotenes Autoposer-Treffen droht Chaos!

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Ulm verbietet Autoposer- und Tuning-Treffen am 5. Juli 2025 aufgrund von Sicherheitsbedenken und Lärmbeschwerden.

Ulm verbietet Autoposer- und Tuning-Treffen am 5. Juli 2025 aufgrund von Sicherheitsbedenken und Lärmbeschwerden.
Ulm verbietet Autoposer- und Tuning-Treffen am 5. Juli 2025 aufgrund von Sicherheitsbedenken und Lärmbeschwerden.

Ulm im Ausnahmezustand: Verbotenes Autoposer-Treffen droht Chaos!

In Ulm stehen die Zeichen auf Sturm, denn die Autoposer- und Tuning-Szene plant für den 5. Juli 2025 ein großes Treffen. Auf sozialen Medien wird bereits eifrig dafür geworben, doch die Stadt Ulm hat dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Um Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet zu gewährleisten, wurde das Treffen durch eine Allgemeinverfügung verboten, über die die Stadt und die Polizei am 4. Juli 2025 um 6 Uhr informierten. Das Verbot gilt bis zum 7. Juli, und es ist nicht nur das Versammeln von mehr als fünf Fahrzeugen untersagt, sondern auch Verstöße können mit saftigen Strafen von bis zu 500 Euro geahndet werden. Fahrzeuge können zudem abgeschleppt oder beschlagnahmt werden, was zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Die Polizei hat die Situation ernst genommen und wird mit einem größeren Aufgebot an Kontrollmaßnahmen reagieren. Am vergangenen Mittwoch gab es bereits einen großen Polizeieinsatz, bei dem mehrere hundert Teilnehmer der Autoposer-Szene kontrolliert wurden. Der Druck auf die Szene steigt, vor allem nachdem im Juni zahlreiche Fahrzeuge wegen erheblicher Mängel stillgelegt werden mussten. Die Behörden zeigen sich besorgt über die Gefahren, die von solchen Treffen ausgehen, wie etwa ein tödlicher Unfall Ende April, bei dem ein junger Autofahrer mit 130 km/h in den Gegenverkehr rasierte.

Verlagert ins Digitale

Das geplante Autoposer-Treffen wird vor allem über digitale Plattformen wie Instagram und Discord beworben, wo es zahlreiche Aufrufe gibt. Unter dem Titel „Project X Takeover 05.07.2025“ rechnen die Organisatoren mit einem Ansturm von 2.000 bis 3.000 Fahrzeugen, während Details des Treffens via Messengerdienste kurzfristig kommuniziert werden, sodass der genaue Ort erst um 22:30 Uhr bekanntgegeben wird.

Die Anwohner und Geschäfte in Ulm sind zunehmend genervt von den Lärmbelästigungen und dem Verkehrschaos, welches durch solche Treffen entsteht. Erneut ziehen vor allem auch Tuning-Fans aus Bayern, Österreich und den angrenzenden Ländern an. Die Polizei hat in der Vergangenheit häufig in ähnlichen Situationen eingegriffen, wie etwa bei einem großen Treffen am Münchner Stadtrand, das ebenfalls zu einem immensem Stau führte und für zahlreiche Beschwerden sorgte. Es wird in Zukunft weiterhin verstärkt auf die Aktivitäten der Szene geschaut, um potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Ein Blick über die Grenzen

Die Tuning- und Poserszene ist nicht nur in Ulm aktiv. Auch in Städten wie Montpellier, Lyon und Brüssel gibt es ähnliche Veranstaltungen, die oftmals in abgelegenen Industriegebieten stattfinden. Dort liefern sich Teilnehmer nicht nur Wettrennen, sondern auch Drifts und Burnouts, während in der Nähe Zuschauer stehen und das Geschehen festhalten. Der zunehmende Lärm und die verkehrswidrige Nutzung der Fahrzeuge stellen ein ernstzunehmendes Problem dar, sodass die Polizei auch hier regelmäßig einschreitet. Ein Polizeidirektor äußerte kürzlich Bedenken bezüglich der Unkontrollierbarkeit solcher Treffen und betonte die Gefahren, die von unrasierten Geschwindigkeitsmachern ausgehen können.

Für die Stadt Ulm und die Polizei steht fest: Die Sicherheit der Bürger hat oberste Priorität. Das geplante Treffen der Autoposer am Wochenende wird daher aufmerksam überwacht, wobei den Behörden ein gutes Händchen bei der Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit zu wünschen bleibt. Die Hoffnung ist, dass die Vorbereitungen und Maßnahmen Früchte tragen und es nicht zu ähnlichen Vorfällen wie in der Vergangenheit kommt.