Insolvenz-Welle in Baden-Württemberg: 662 Firmen betroffen!

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Freiburg im Breisgau verzeichnet 2025 einen Rückgang bei Unternehmensinsolvenzen von 68,2%. Was bedeutet das für die Region?

Freiburg im Breisgau verzeichnet 2025 einen Rückgang bei Unternehmensinsolvenzen von 68,2%. Was bedeutet das für die Region?
Freiburg im Breisgau verzeichnet 2025 einen Rückgang bei Unternehmensinsolvenzen von 68,2%. Was bedeutet das für die Region?

Insolvenz-Welle in Baden-Württemberg: 662 Firmen betroffen!

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland: Das Thema Insolvenzen ist aktueller denn je. Wie geht es den Unternehmen in Baden-Württemberg? Genau hier zeigt sich ein besorgniserregender Trend. Laut den aktuellen Meldungen von Merkur mussten im ersten Quartal 2025 insgesamt 662 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das sind 38 Fälle mehr als im Vorjahreszeitraum, was einem Anstieg von 6,1% entspricht. Ein klarer Hinweis darauf, dass die Wirtschaftskrise weiterhin ihre Spuren hinterlässt.

Besonders betroffen sind 8.637 Arbeitnehmer, wobei dies vermutlich nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Nicht alle betroffenen Arbeitsplätze werden gemeldet. Die Insolvenzverfahren ziehen auch erhebliche finanzielle Folgen nach sich, denn die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger summieren sich auf beeindruckende 1,26 Milliarden Euro, was pro Verfahren im Durchschnitt 1,9 Millionen Euro ausmacht.

Branchen im Fokus

Warum ist Baden-Württemberg so stark betroffen? In den wirtschaftlich stärksten Städten des Bundeslandes sind bis auf Stuttgart, das einen Anstieg von 44,1% verzeichnet hat, und Ulm mit stabilen Zahlen, die Insolvenzzahlen zurückgegangen. Städte wie Karlsruhe und Mannheim zeigen dramatische Rückgänge in ihren Insolvenzanträgen – Karlsruhe verzeichnete einen Rückgang von 48,1% und Mannheim sogar von 50%.

Ein Blick auf die Branche zeigt, dass das Baugewerbe besonders hart getroffen wird. Im ersten Quartal 2024 wurden hier 105 Insolvenzverfahren beantragt, ein Anstieg um 10,5% im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Handel ist betroffen: Die Zahl der Insolvenzverfahren im Einzelhandel hat sich mehr als verdoppelt und ist von 22 auf 47 gestiegen. Die Statistik BW stellte fest, dass insgesamt 624 Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2024 zu verzeichnen waren – ein Anstieg von 34,8% gegenüber dem Vorjahr.

Privatinsolvenzen im Anstieg

Doch nicht nur die Unternehmen haben mit Insolvenzen zu kämpfen, auch die privaten Haushalte sind betroffen. Im ersten Quartal 2025 haben 3.076 Privatpersonen Insolvenz beantragt, was einem Anstieg von 13,8% im Vergleich zu 2024 entspricht. Hier zeigt sich ein interessantes Bild: 1.662 dieser Privatinsolvenzen kommen von Verbrauchern wie Arbeitnehmern, Rentnern und auch Auszubildenden. Ein kritischer Punkt, denn die Schuldenfalle geht nicht nur Unternehmen, sondern auch den Bürgern an die Substanz.

Gesamtbild der Insolvenzen

Ein Blick über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus offenbart, dass Insolvenzen ein bundesweites Phänomen sind. IFM Bonn berichtet von 21.812 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Jahr 2024, was einem Anstieg um rund 22,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Gründe für die steigenden Zahlen sind vielschichtig und reichen von aktuellen Krisen bis hin zu wirtschaftlichen Herausforderungen, die sich über Jahre aufgebaut haben.

Die Situation in Baden-Württemberg ist ein Spiegelbild dieser bundesweiten Tendenz. Charmante Städte und blühende Gewerbe stehen vor großen Herausforderungen. Die balancierende Frage ist, wie die betroffenen Unternehmen, die hierzulande so oft ein gutes Händchen haben, aus dieser Krise kommen können. Was bleibt, ist die Hoffnung auf eine positive Wende in der aktuellen Wirtschaftslage.