Kampf gegen Tigermücken: So schützen Sie Ihren Garten effektiv!

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In Weil am Rhein gibt es Maßnahmen zur Tigermückenbekämpfung. Anwohner werden informiert, wie Brutstätten vermieden werden können.

In Weil am Rhein gibt es Maßnahmen zur Tigermückenbekämpfung. Anwohner werden informiert, wie Brutstätten vermieden werden können.
In Weil am Rhein gibt es Maßnahmen zur Tigermückenbekämpfung. Anwohner werden informiert, wie Brutstätten vermieden werden können.

Kampf gegen Tigermücken: So schützen Sie Ihren Garten effektiv!

In der Ferienzeit kehren viele Urlauber und Rückkehrer nach Weil am Rhein zurück. Damit wird auch das Thema Tigermückenbedrohung wieder aktuell, denn diese invasiven Insekten profitieren von den warmen Temperaturen und dem stehenbleibenden Wasser in Gärten. Laut RegioTrends setzen die Anwohner bereits Maßnahmen zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke um, die als potenzieller Überträger von Krankheiten wie Dengue und Chikungunya gilt. Die Diplom-Biologin Petra Koops erklärt, dass besonders kleine Wasseransammlungen, wie sie zum Beispiel in Untersetzern oder Gießkannen entstehen, als Brutstätten dienen können.

Ein wichtiges Hilfsmittel in diesem Zusammenhang sind Bti-Tabletten. Diese enthalten den biologischen Wirkstoff des Bakteriums Bacillus thuringiensis israelensis und sind dazu geeignet, Stechmückenlarven in stehenden Gewässern zu bekämpfen. Besonders während der warmen Monate sollten die Tabletten alle zwei Wochen angewendet werden. Um die Anwendung zu erleichtern, gibt es eine Initiative in Baden-Württemberg, die sich für eine einfachere Abgabe dieser Tabletten einsetzt, wie SWR Aktuell berichtet. Die Bti-Tabletten sind kostenlos bei der Stadtverwaltung erhältlich und können in Regentonnen sowie Gartenteichen verwendet werden.

Wichtige Maßnahmen zur Prävention

Um eine Ausbreitung der Tigermücken zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Netze über Regentonnen gut zu schließen. Auch an Bodenabläufen und Siphons von Regenrinnen sollten entsprechende Maßnahmen getroffen werden. An diese einfache, aber effektive Praxis erinnert die Stadtverwaltung eindringlich. Der Gemeinschaftssinn der Bürger ist gefragt – denn nur gemeinsam können die Herausforderungen der Tigermückenbekämpfung angegangen werden.

Inmitten dieser Herausforderungen rückt die verantwortungsvolle Nutzung der Bti-Tabletten ins Rampenlicht. Naturschützer wie der NABU Baden-Württemberg warnen jedoch vor möglichen Risiken. Sie betonen, dass der Einsatz dieser Tabletten auch Risiken für andere Stechmückenarten birgt, die essentiellen Futter für Fische, Fledermäuse und Vögel darstellen. Ute Leidig, Staatssekretärin im Landesgesundheitsministerium, fordert eine Rücknahme neuer Verordnungen, die die Abgabe der Tabletten erschweren, da diese zu zusätzlichem bürokratischem Aufwand führen können. Der CDU-Abgeordnete Daniel Caspary weist darauf hin, dass solche Regelungen oft auf nationale Gesetze zurückzuführen sind und nicht auf die EU-Verordnung.

Ein Blick auf die Ausbreitung

Die Asiatische Tigermücke wurde bislang in 24 von 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg nachgewiesen. Ihre Bedrohung ist also alles andere als ein kleines Problem. Petra Koops steht den Bürgern bei Fragen zur Bekämpfung der Tigermücken zur Verfügung. Sie ist telefonisch unter 0170/7431033 oder per E-Mail erreichbar, um Hilfestellung und Informationen zu geben. Nutzen wir die Verantwortung und halten unsere Gärten sowie Naherholungsgebiete somit mückenfrei und sicher für alle.