Fachkräfte-Mangel im Kreis Lörrach: Lösungen und Herausforderungen

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am
Impressum · Kontakt · Redaktionskodex

Lörrach: Anja Herzog betont Fachkräftebedarf und wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis. Wichtige Impulse für 2026.

Lörrach: Anja Herzog betont Fachkräftebedarf und wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis. Wichtige Impulse für 2026.
Lörrach: Anja Herzog betont Fachkräftebedarf und wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis. Wichtige Impulse für 2026.

Fachkräfte-Mangel im Kreis Lörrach: Lösungen und Herausforderungen

Was ist los in Lörrach? Ein spannendes Thema stand kürzlich im Fokus, als Anja Herzog, stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Lörrach und Zweitkandidatin für die Landtagswahlen 2026, in ihrem Grußwort die Bedeutung der Wirtschaft und des Fachkräftemangels betonte. In einem sich stetig verändernden Arbeitsmarkt sieht sie es als wichtig an, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Fachkräftebedarf zu decken. In Zeiten, in denen Fachkräftemangel omnipräsent ist, erweist es sich als goldrichtig, diese Herausforderung aktiv anzugehen.

Joachim Lederer, ein erfahrener Metzgermeister aus Weiler, konnte bereits Erfolge vorweisen, indem er Auszubildende aus verschiedenen Ländern gewonnen hat. Seit 2015 hat er nicht nur aus Italien und Spanien, sondern aktuell auch aus Indien Lehrlinge für seinen Betrieb begeistern können. Diesen Ansatz, so Herzog, möchte sie auch in anderen Bereichen wie der medizinischen und pflegerischen Versorgung im Landkreis aufgreifen. Der Austausch von Fachkräften über Grenzen hinweg könnte ein Schlüssel zur Lösung des akuten Fachkräftemangels sein, der nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die gesellschaftliche Stabilität gefährdet.

Fachkräftemonitoring und Marktentwicklung

Der Fachkräftemangel ist jedoch nicht nur ein lokales Problem. Ein umfassendes Fachkräftemonitoring des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) analysiert die Arbeitsmarktströme von Angebot und Bedarf bis 2028. Diese Erhebung zeigt, wie sich verschiedene Fachkräftemängel und -überschüsse über die Jahre entwickeln könnten. Grundlage ist das Qube-Projekt, das seit 2007 unter der Leitung des BIBB und IAB läuft. Es bezieht dabei auch die Auswirkungen von Digitalisierung, Klimawandel und geopolitischen Konflikten wie dem Ukraine-Konflikt mit ein. (bmas.de)

Die Analyse lässt keinen Zweifel daran: Die Zahl der Erwerbspersonen wird kleiner. Diese Entwicklung ist nicht allein durch die Zuwanderung und eine höhere Erwerbsneigung zu kompensieren. Ein weiterer Aspekt, der die Situation verschärft, ist der demografische Wandel, der sich direkt auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Zwar scheinen Arbeitnehmer in Zeiten des Fachkräftemangels bessere Verhandlungspositionen zu haben, doch diese Vorteile sind nicht für alle Berufszweige und Regionen gleichwertig verteilt.

Die Zukunft im Blick

Für die kommenden fünf Jahre wird ein Anstieg von 618.000 Personen ohne Abschluss auf den Arbeitsmarkt prognostiziert, während gleichzeitig lediglich 396.000 Helferstellen frei werden. Diese ungleiche Verteilung macht deutlich, dass spezifische Strategien nötig sind, um Passungsprobleme zu vermeiden. Es werden vier Szenarien untersucht, um das Arbeitskräftepotenzial zu erhöhen, wobei Frauen, ältere Arbeitnehmer, nichtdeutsche Staatsangehörige und flexible Arbeitszeiten in den Fokus gerückt werden. (arbeitsagentur.de)

Die regionale Dimension dieses Themas ist ebenfalls von großer Bedeutung. In strukturschwachen Regionen könnten Fachkräfteengpässe noch verstärkt auftreten. Anja Herzog hat sich daher zur Aufgabe gemacht, nicht nur lokal aktiv zu werden, sondern auch auf höherer Ebene über Lösungen nachzudenken. Denn letztendlich geht es darum, den Landkreis Lörrach fit für die Zukunft zu machen und die Herausforderungen mit Kreativität und Weitblick zu meistern.