Hitzewarnung im Hohenlohekreis: Nur zwei Anmeldungen für Hitzetelefon!

Hitzewarnung im Hohenlohekreis: Nur zwei Anmeldungen für Hitzetelefon!
Im Hohenlohekreis zeigt sich ein überraschendes Ergebnis hinsichtlich des neu eingeführten telefonischen Hitzewarn-Services. Der Versuch, vor hohen Temperaturen zu warnen und ältere Menschen bei solchen Wetterbedingungen zu unterstützen, hat bisher nur mäßigen Erfolg. Registriert haben sich in diesem Jahr lediglich zwei Nutzer für den Service, der 2024 ins Leben gerufen wurde. Die Anrufe sollen den Teilnehmenden an heißen Tagen Tipps zum Umgang mit der Hitze geben und so das Gesundheitsrisiko reduzieren. Warum die Nachfrage so gering ist, stößt auf das große Interesse der Verantwortlichen, die jetzt nach Lösungen suchen.
Ein zentraler Knotenpunkt für das geringe Interesse ist die zunehmende Angst vor Telefonbetrug. Vor allem Schockanrufe und die bekannten Enkeltricks schrecken viele ältere Menschen ab. Im Hohenlohekreis, wo bis zu 20 ehrenamtliche Helfer für den Service eingeplant waren, bleibt die Inanspruchnahme also aus. Ähnliche Erlebnisse hat man auch in Würzburg, wo trotz intensiver Werbung nur 20 Personen den Service in Anspruch nahmen. Die Herausforderung für die Verantwortlichen ist nun, das Vertrauen in diesen Service zu stärken, um potenzielle Nutzer zu ermutigen.
Maßnahmen zur Vertrauensbildung
Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat bereits Schritte unternommen, um das Vertrauen der älteren Bevölkerung zurückzugewinnen. Geplant sind unverbindliche Erstgespräche, in denen Interessierte umfassend über das Angebot informiert werden. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden zudem den Namen und die Telefonnummer ihrer persönlichen Kontaktperson. Diese Transparenz soll potenziellen Nutzern die Bedenken nehmen, ihre Daten weiterzugeben. Erst nach ihrer ausdrücklichen Zustimmung werden diese weitergegeben.
Zusätzlich wird mit offiziellen Flyern und einem einheitlichen Design gearbeitet, um Seriosität und Glaubwürdigkeit zu vermitteln. Ein wichtiger Aspekt, der häufig in der Öffentlichkeit übersehen wird, ist die Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Diese ist vor allem an heißen Tagen von Bedeutung, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag über 32 Grad Celsius steigt, was eine starke Wärmebelastung mit sich bringt. Bei Temperaturen über 38 Grad wird sogar vor einer extremen Wärmebelastung gewarnt, die für besonders anfällige Gruppen wie ältere Menschen oder chronisch Kranke gefährlich werden kann, wie auf der DWD-Webseite nachzulesen ist.
Hitze im Fokus
Hitze kann gravierende Folgen haben, insbesondere in städtischen Gebieten, wo die Temperaturen nicht so stark abfallen wie im Umland. Der DWD empfiehlt, an heißen Tagen aktiv Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört, die direkte Sonne zu meiden und Stunden der höchsten Temperaturen im Freien zu verbringen. Auch die richtige Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind essenziell, um hitzebedingte Beschwerden zu vermeiden. Wer sich unsicher fühlt oder ungewöhnliche Gesundheitsprobleme wie Kreislaufbeschwerden bemerkt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Wir können nur hoffen, dass der telefonische Hitzewarn-Service im Hohenlohekreis bald mehr Anklang findet. Die wichtige Informationsvermittlung und das Wohl der älteren Mitbürger sollten letztendlich im Vordergrund stehen. Hier gilt es, das Vertrauen zurückzugewinnen und die Menschen zum Mitmachen zu bewegen – da liegt wirklich was an!