IG BAU drängt auf Wohnungsbau-Turbo im Ostalbkreis: Soziale Wohnungsnot steigt!

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Die IG BAU Nordwürttemberg fordert am 11.06.2025 einen „Wohnungsbau-Turbo“ im Ostalbkreis für Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraum.

Die IG BAU Nordwürttemberg fordert am 11.06.2025 einen „Wohnungsbau-Turbo“ im Ostalbkreis für Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraum.
Die IG BAU Nordwürttemberg fordert am 11.06.2025 einen „Wohnungsbau-Turbo“ im Ostalbkreis für Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraum.

IG BAU drängt auf Wohnungsbau-Turbo im Ostalbkreis: Soziale Wohnungsnot steigt!

Die Wohnungsnot im Ostalbkreis wird laut der IG BAU Nordwürttemberg immer drängender. Der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Ziegler bringt die Forderung nach einem „Wohnungsbau-Turbo“ ins Spiel. „Wir brauchen dringend einen Aufschwung Wohnen“, betont Ziegler und hebt den Fokus auf den Bau von Sozialwohnungen sowie bezahlbarem Wohnraum hervor. Die Zahlen sprechen für sich: Im vergangenen Jahr wurden im Ostalbkreis 1.228 neue Wohnungen errichtet, wovon 462 in Form von Ein- und Zweifamilienhäusern entstanden sind.

Für das Jahr 2024 sind Bauwerkskosten von etwa 278,3 Millionen Euro im Ostalbkreis veranschlagt. Ziegler fordert nicht nur eine Neubau-Offensive, sondern auch verstärkte Sanierungsmaßnahmen, besonders für seniorengerechtes Wohnen. Eine Studie des Bauforschungsinstituts ARGE aus Kiel zeigt, dass es möglich ist, die Baukosten um 25 bis 33 Prozent zu senken, wenn man bürokratische Hürden abbaut.

Die Notwendigkeit von Anpassungen

Hierbei ist eine Entbürokratisierung im Bauwesen unerlässlich. Eine der Ideen von Ziegler ist die Verwendung des „Gebäude-Typ E“, der einfache und effiziente Bauweise fördert. Durch reduzierte Anforderungen an die Deckenstärken und Außenwände sowie einen Verzicht auf teure High-End-Technik können erhebliche Einsparungen erzielt werden. Zudem sollten weniger Stellplätze für Pkw eingeplant und auf Tiefgaragen verzichtet werden. Ein weiteres Anliegen ist der Schutz der Bauherren vor übertriebenen Vorgaben zum Lärm- und Klimaschutz, wie das Beispiel dreifach verglaster Fenster zeigt.

Die IG BAU macht deutlich, dass für eine nachhaltige Lösung im Bereich des sozialen Wohnungsbaus ein „Label für gut & günstig“ notwendig ist. Nur mit der Reduzierung staatlicher Vorschriften können die benötigten geförderten Sozialwohnungen geschaffen werden. Um die bundesweit benötigten 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr zu realisieren, sind mindestens 11 Milliarden Euro an Fördermitteln erforderlich. Für 60.000 bezahlbare Wohnungen jährlich sind sogar mindestens 4 Milliarden Euro nötig.

Analyse der aktuellen Situation

Wichtige Vorschläge beinhalten die Schaffung eines Sondervermögens für soziales Wohnen in Höhe von 50 Milliarden Euro bis 2025 und den geplanten Neubau von 380.000 Sozialwohnungen bis Ende der Legislaturperiode. Doch in 2022 wurden lediglich 20.000 Sozialwohnungen neu gebaut – ein Trend, der so nicht weitergehen kann, ohne die Menschen in der Region zu gefährden.

Für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus gibt es auf Bundesebene zahlreiche Programme. Die KfW-Bankengruppe bietet entsprechende Möglichkeiten für „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“ an. Weitere Förderprogramme des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) unterstützen den sozialen Wohnungsbau, wobei die Anforderungen je nach Programm variieren. Auf Landesebene existieren ebenfalls verschiedene Förderungen, die an die jeweiligen Bedürfnisse der Kommunen angepasst sind. Es gilt, sich umfassend über diese Programme zu informieren, um passende Unterstützung für den Bau oder die Sanierung von Wohnraum zu erhalten, insbesondere für einkommensschwache Familien.

Die Situation im Ostalbkreis und die damit verbundenen Forderungen nach einem schnellen Handeln sind Ausdruck eines überregionalen Problems. Wenn hier Maßnahmen ergriffen werden, könnte das ein erster Schritt in die richtige Richtung sein, um die Wohnungsnot im gesamten Land zu bekämpfen. Eine ernsthafte Neubau-Offensive bleibt unerlässlich.