Krise an den Limes-Thermen: Besucherzahlen fallen, Zukunft ungewiss!
Aalen kämpft um die Zukunft der Limes-Thermen: sinkende Besucherzahlen, hohe Defizite und Sanierungspläne bis 2027.

Krise an den Limes-Thermen: Besucherzahlen fallen, Zukunft ungewiss!
Die Limes-Thermen in Aalen haben zurzeit alles andere als Grund zur Freude. Im Jahr 2023 und 2024 verzeichneten die beliebten Wellness-Oasen rekordverdächtige Verluste von fast 3 Millionen Euro. Diese Sorgen um die finanzielle Zukunft des Thermalbads schwingen immer stärker in der Stadtverwaltung mit. Ein neuer Tiefpunkt wurde erreicht, denn 2024 besuchten lediglich 249.474 Gäste die Thermen, was einen historischen Negativrekord ohne Pandemie darstellt. Oberbürgermeister Frederick Brütting und Stadtwerke-Chef Michael Schäfer konnten zum 40-jährigen Jubiläum am 19. April 2025 zwar auf eine stolze Erfolgsgeschichte zurückblicken, sehen sich jedoch mit drängenden finanziellen Herausforderungen konfrontiert.
Die Zukunft der Limes-Thermen bleibt ungewiss. Bis einschließlich 2027 sollen die Bäder in ihrer jetzigen Form weiterbetrieben werden, doch die Gesellschafter – die Stadtwerke Aalen – geben ein Millionen-Defizit bekannt und stufen die Thermen als Sanierungsfall ein. Die Stadtverwaltung rechnet für 2026 mit einem Gesamtdefizit von satten 12,715 Millionen Euro, in dem bereits 7 Millionen Euro für das laufende Jahr enthalten sind. Diese besorgniserregenden Zahlen zeigen, dass die finanziellen Schwierigkeiten der Aalener Bäder, wie etwa des Freibads Spiesel, das ebenfalls hohe Defizite verzeichnet, kein Einzelfall sind.
Ein Alleinstellungsmerkmal, das erhalten bleiben soll
Die Limes-Thermen, die am 26. März 1980 als Heilquelle ihre ersten Wasser sprudeln ließen, sind nicht nur ein wichtiges Freizeitangebot, sondern auch ein kultureller Schatz für die Region. Eduard Obermayer, der als „Vater des Thermalbads“ gilt, setzte sich damals für die Bohrungen ein und konnte mit einer starken Bürgerbeteiligung sicherstellen, dass das Bad realisiert wurde. Seither haben zahlreiche Generationen die wohltuenden Eigenschaften des Thermalwassers geschätzt.
Trotz der anhaltenden finanziellen Belastungen sind weder ein Verkauf noch eine dauerhafte Schließung der Limes-Thermen derzeit zur Debatte. Vielmehr wird die Notwendigkeit einer Generalsanierung erkannt. Die erste Kostenschätzung für das Projekt „Limes-Thermen 2.0“ beläuft sich auf 31,5 Millionen Euro. Doch die Sanierung ist nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine bauliche Herausforderung, da der Sauna-Bereich längst nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Die Stadt Aalen hat daher ein Fachbüro mit der Erarbeitung einer Sanierungsstrategie beauftragt, wobei eine Investitionssumme von circa 15 Millionen Euro ins Spiel gebracht wird.
Besuchsverhalten und Trends im Thermalbereich
Die Limes-Thermen sind nicht die einzigen Einrichtungen, die mit sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen haben. Im gesamten Bundesgebiet wird deutlich, dass regelmäßig weniger Menschen Thermen oder Thermalbäder in ihrer Freizeit besuchen. Aktuelle Statistiken zeigen, dass der Trend in den letzten Jahren stagniert – ein Umstand, der die Attraktivität solcher Einrichtungen in Frage stellt. Die freizeitliche Beliebtheit von Thermen steht also im größeren Kontext eines veränderten Freizeitverhaltens, das auch die Limes-Thermen betrifft.
Die Stadt Aalen übernimmt bis zum Ende der Pachtvereinbarung die Defizite der Limes-Thermen, um den Betrieb zu sichern. Die Hoffnung, die beliebten Thermalbäder für kommende Generationen zu erhalten, bleibt somit bestehen. Mit dem 40-jährigen Bestehen in Sicht, blicken viele auf die nächsten Jahre und hoffen, dass mit einer effektiven Sanierungsstrategie die Limes-Thermen wieder einen Platz im Herzen der Gemeinschaft finden können.
Schwäbische Post berichtet, dass …
Schwäbische.de merkt an, dass …
Statista zeigt auf, dass …