Klimastreik in Biberach: Ältere Teilnehmer fordern konsequente Maßnahmen!
Klimastreik in Biberach am 15.11.2025: 100 Teilnehmer fordern Klimagerechtigkeit und ein Bekenntnis zu den Pariser Zielen.

Klimastreik in Biberach: Ältere Teilnehmer fordern konsequente Maßnahmen!
Vor kurzem fand in Biberach ein Klimastreik statt, der trotz der alarmierenden Klimakrise auf ein nachlassendes Interesse hinweist. Etwa 100 Teilnehmende hatten sich versammelt, um auf die drängenden Probleme des Klimawandels aufmerksam zu machen. Diese Zahl ist zwar stabil, zeigt aber auch, dass die Begeisterung für die Klimaproteste unter den jüngeren Menschen abnimmt. Es sind vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger, die sich jetzt engagieren, während die Schüler, einst tragende Säule der Bewegung, seltener an den Streiks teilnehmen. Wie Schwäbische.de berichtet, findet der Streik weiterhin unter der Schirmherrschaft der lokalen „Fridays for Future“-Gruppe statt.
Die Redner während der Veranstaltung luden die Teilnehmenden ein, aktiv zu bleiben und drückten die Besorgnis über die state der Klimapolitik in Deutschland aus. Margot Müller von den „Omas for Future“ warnte eindringlich, dass Deutschland große Probleme mit dem Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor hat. Sie forderte ein klares Bekenntnis zu den Pariser Klimazielen und äußerte die Vermutung, dass viele Menschen mittlerweile „klimamüde“ geworden sind. Diese Frustration spiegelt sich in der gemeldeten Teilnehmerzahl wider.
Klimastreike im Weltkontext
Während der Biberacher Klimastreik stattfand, mobilisierte die Bewegung weltweit Hunderte von Demonstrationen unter dem Motto: „Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar – Klimagerechtigkeit jetzt!“ In diesen Tagen findet auch die Weltklimakonferenz statt, die vom 10. bis 21. November abgehalten wird. Viele fordern von den Industriestaaten, ihrer globalen Verantwortung gerecht zu werden. Der weltweite Klimastreik am 14. November stellte klar, dass die Zeit drängt, und brachte kritische Stimmen gegenüber der deutschen Bundesregierung hervor, die ohne klare Lösungen zur Konferenz reisen wird, was durch FridaysForFuture verstärkt wurde.
Die Klimakrise betrifft besonders vulnerable Länder wie Pakistan, den Kongo und die Philippinen. In dieser Situation wird die Notwendigkeit eines schnellen Ausstiegs aus fossilen Energien und die angemessene Klimafinanzierung für den Globalen Süden immer drängender. Auch die Unterstützung für den neuen Waldschutzfonds und die Mittelvergabe an indigene Völker wurde gefordert. Dies sind nur einige der Punkte, die in den Reden bei den Demonstrationen angesprochen wurden.
Gesellschaftliches Engagement ist gefragt
BUND-Kreisvorsitzender Alfons Jeggle betonte, dass die Menschen sich nicht nur zu Großdemonstrationen versammeln sollten, sondern auch im Kleinen aktiv werden können. Sei es, durch das Zurücklegen von Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Rad – jeder kleine Schritt zählt. Das gesellschaftliche Engagement ist entscheidend, um notwendige politische Veränderungen zu erzielen. Auch die „Psychologists for Future“ hoben hervor, dass Desinformation und ein Nachlassen des öffentlichen Interesses das Engagement stark beeinflussen. Der Versuch, die Dringlichkeit des Themas in den Mittelpunkt zu rücken, bleibt eine große Herausforderung.
Eine junge Rednerin ermutigte schließlich alle, sich der Realität bewusst zu sein und nicht aufzugeben. Nach den Reden fand ein etwa 30-minütiger Demonstrationszug durch die Innenstadt statt, der den eindrucksvollen Wunsch nach Veränderung und Bewusstsein für unseren Planeten unterstrich.