Widerstand gegen Windkraft: Albverein fürchtet Folgen für Wasser und Natur!

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Der Schwäbische Albverein äußert Bedenken gegen den Windpark in Bad Schussenried, der die örtliche Wasserversorgung gefährden könnte.

Der Schwäbische Albverein äußert Bedenken gegen den Windpark in Bad Schussenried, der die örtliche Wasserversorgung gefährden könnte.
Der Schwäbische Albverein äußert Bedenken gegen den Windpark in Bad Schussenried, der die örtliche Wasserversorgung gefährden könnte.

Widerstand gegen Windkraft: Albverein fürchtet Folgen für Wasser und Natur!

In Bad Schussenried ist ordentlich was los: Die geplante Errichtung eines Windparks auf der Atzenberger Höhe sorgt für reichlich Diskussionen. Der Schwäbische Albverein, insbesondere die Ortsgruppe Bad Schussenried, hat massive Bedenken gegenüber den vier Windrädern geäußert. Die Mehrheit der Mitglieder spricht sich deutlich gegen die Ausweisung der Atzenberger Höhe als Vorrangfläche für Windkraftanlagen aus. Das sorgt nicht nur für hitzige Debatten, sondern auch für eine öffentliche Unterschriftenaktion, die am 29. November und 6. Dezember im Bäckerstüble am Marktplatz startet. Zwischen 10 und 12 Uhr haben die Bürger die Möglichkeit, ihre Stimme gegen das Projekt abzugeben, um die Unterschriften dann an den Regionalverband Donau-Iller weiterzuleiten.

Der Windpark Bad Schussenried wurde bereits seit Mai 2025 an SOWITEC verpachtet. Wie wochenblatt-news.de berichtet, lapidar eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach § 6 des Windenergie-Bereichsgesetzes beantragt wurde. SOWITEC ist bereits aktiv und untersucht die Fläche, um die Genehmigungsunterlagen zu vervollständigen. Doch die Sorgen der Anwohner und Naturschützer sind nicht unbegründet: Die Atzenberger Höhe ist nicht nur ein Wassereinzugsgebiet, sondern auch von historischem Wert für die Wasserversorgung der Region, die bis ins Jahr 1900 zurückreicht.

Umweltschutz und Wasserversorgung im Fokus

Die geologischen Verhältnisse der Würmendmoräne sind durch menschliche Eingriffe bereits stark angeschlagen. Laut den Bedenken des Schwäbischen Albvereins könnte die Errichtung der Windräder die Natur und die Wasserspeicherung noch weiter beeinträchtigen. Naturschutz und Trinkwasserversorgung gelten als unvereinbar mit einem Standort für Windkraft. Besorgte Bürger befürchten eine Zerstörung der lokalen Flora und Fauna und haben sich daher entschlossen, aktiv gegen das Projekt vorzugehen.

Doch auch die technischen Aspekte des Windparks sind nicht ohne Relevanz. Daten zeigen, dass zwischen März und Juni 2016 Windmessungen auf dem Standort durchgeführt wurden. Mit einem LiDAR-Messgerät, das aktuellster Stand der Technik in der Windbranche ist, wurde eine mittlere Windgeschwindigkeit von 6,0 m/s festgestellt. Dies spricht für die Eignung der Fläche für Windenergieanlage, aber wie viel Gewicht sollte der Umweltschutz in dieser Gleichung haben? Die Diskussion ist also durchaus vielschichtig und bietet reichlich Stoff zum Nachdenken. Mehr Hintergründe zum Thema Windenergie und Naturschutz liefert bundesumweltministerium.de.

Klar ist, dass der Windpark Bad Schussenried nicht nur ein wirtschaftliches Vorhaben, sondern auch eine Herausforderung an die Natur und das soziale Gefüge der Region darstellt. Wer sich für den Schutz der Natur und der Wasserversorgung einsetzen möchte, hat nun die Gelegenheit, aktiv zu werden und seine Stimme in der Unterschriftenaktion abzugeben. Vielleicht hat der eine oder andere auch ein gutes Händchen bei der Suche nach einem Ausgleich zwischen erneuerbarer Energie und Umweltschutz. Die nächsten Wochen dürften jedenfalls spannend werden!